Nach gut drei Jahren Wartezeit sind MANILLA ROAD mit neuem Album (Killerartwork von Markus Vesper, siehe auch HEADLESS BEAST, BLACK HAWK) in altbewährter Manier am Start. Diese Band gehört zu Creme des anderen Metals, des Stahls, der seinen eigenen spirituellen Wegen gefolgt ist und immer noch folgt. So sitzt man auch auf „Playground of the damned“ fest im Sattel des epischen Metals, der sich in ausladenden Songarrangements, einem Wechselspiel der Dynamiken und vielen Endlossoli dem Hörer offenbart, obschon die Platte keine Kopie ihrer vier Vorgänger seit 2001, dem Beginn der zweiten Generation MANILLA ROAD ist. Es ist der typische Stil der Band, bedächtig dahinwogende Parts, hier und da mittelschnell rockende Einlagen, immer einen majesätischen Ausdruck zeigend. Die Riffs sind kratzig, heavier als die Hölle, fast schon doomig. MANILLA ROAD sind mit ihrer neuen Scheibe in der Tat dem klassischen Doom näher als viele Blueshardrockacts mit langsamen Riffs. MANILLA ROAD erzählen Geschichten, sie spielen nicht einfach nur schnöden Hardrock. Die Eingängigkeit früherer Tage ist natürlich weniger zugegen, vielmehr versinkt der Hörer im Gesamtwerk, bekommt Bilder von einer umwerfenden Erhabenheit vorgesetzt, die ihm den Atem rauben werden. Es braucht halt seine Zeit, um sich in voller Pracht zu entfalten, dann jedoch wird es einen nicht mehr loslassen. Der Sound ist wuchtig, aber dabei nicht modern digital, sondern recht natürlich. Die Klampfen brodeln richtig, während der Bass und das Schlagzeug zum Teil entspannt dahinwalzen, zum Teil für diese Band typische verdrehte Figuren aufbauen. Wirklich progressiv wär die Band wohl vor 30 Jahren mit diesem Stil gewesen, heuer ist sie es nicht mehr, dennoch einfach magisch. Die Gigantomanie von MANILLA ROAD wird trotz der unkitschigen, dunklen Melodien, denen der hymnische Aspekt nahezu komplett abgeht, nicht angekratzt. Den wilden Rhythmen in ihrer Verquerheit folgend schuf Mark Shelton hier irrwitzige Melodiegebilde, die dem unbedarften Hörer zumeist schwer im Magen lagen. Doch auch wenn alles seine Zeit braucht, nachdem man erst mal ein Gefühl für die eindringlichen Kompositionen entwickelt hat, werden einem alle Manilla Road Scheiben reingehen wie Öl. Furiose Leads und donnernde Bassgranaten entfachen einen Wirbelsturm der Emotionen im bewegten Innenleben des fasziniert lauschenden Metalfans. Einzelne Songs kann man im Grunde nicht mehr herausheben, es sind nurmehr Bestandteile dieses bereits oben angesprochenen Gesamtepos, welche einen in sämtliche Emotionslagen führen werden. Manilla Road sind auch hier mehr als nur Heavy Metal, sie machen Musik, große Musik, die aber immer den Geist des Stahls atmet. Wer vor 20 Jahren Werke wie “The Deluge” und “Open the Gates” genial gefunden hat, den wird “Playground of the damned” wieder umhauen. Muss man haben.
F. Ett
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
MANILLA ROAD – Playground of the damned CD
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Nach gut drei Jahren Wartezeit sind MANILLA ROAD mit neuem Album (Killerartwork von Markus Vesper, siehe auch HEADLESS BEAST, BLACK HAWK) in altbewährter Manier am Start. Diese Band gehört zu Creme des anderen Metals, des Stahls, der seinen eigenen spirituellen Wegen gefolgt ist und immer noch folgt. So sitzt man auch auf „Playground of the damned“ fest im Sattel des epischen Metals, der sich in ausladenden Songarrangements, einem Wechselspiel der Dynamiken und vielen Endlossoli dem Hörer offenbart, obschon die Platte keine Kopie ihrer vier Vorgänger seit 2001, dem Beginn der zweiten Generation MANILLA ROAD ist. Es ist der typische Stil der Band, bedächtig dahinwogende Parts, hier und da mittelschnell rockende Einlagen, immer einen majesätischen Ausdruck zeigend. Die Riffs sind kratzig, heavier als die Hölle, fast schon doomig. MANILLA ROAD sind mit ihrer neuen Scheibe in der Tat dem klassischen Doom näher als viele Blueshardrockacts mit langsamen Riffs. MANILLA ROAD erzählen Geschichten, sie spielen nicht einfach nur schnöden Hardrock. Die Eingängigkeit früherer Tage ist natürlich weniger zugegen, vielmehr versinkt der Hörer im Gesamtwerk, bekommt Bilder von einer umwerfenden Erhabenheit vorgesetzt, die ihm den Atem rauben werden. Es braucht halt seine Zeit, um sich in voller Pracht zu entfalten, dann jedoch wird es einen nicht mehr loslassen. Der Sound ist wuchtig, aber dabei nicht modern digital, sondern recht natürlich. Die Klampfen brodeln richtig, während der Bass und das Schlagzeug zum Teil entspannt dahinwalzen, zum Teil für diese Band typische verdrehte Figuren aufbauen. Wirklich progressiv wär die Band wohl vor 30 Jahren mit diesem Stil gewesen, heuer ist sie es nicht mehr, dennoch einfach magisch. Die Gigantomanie von MANILLA ROAD wird trotz der unkitschigen, dunklen Melodien, denen der hymnische Aspekt nahezu komplett abgeht, nicht angekratzt. Den wilden Rhythmen in ihrer Verquerheit folgend schuf Mark Shelton hier irrwitzige Melodiegebilde, die dem unbedarften Hörer zumeist schwer im Magen lagen. Doch auch wenn alles seine Zeit braucht, nachdem man erst mal ein Gefühl für die eindringlichen Kompositionen entwickelt hat, werden einem alle Manilla Road Scheiben reingehen wie Öl. Furiose Leads und donnernde Bassgranaten entfachen einen Wirbelsturm der Emotionen im bewegten Innenleben des fasziniert lauschenden Metalfans. Einzelne Songs kann man im Grunde nicht mehr herausheben, es sind nurmehr Bestandteile dieses bereits oben angesprochenen Gesamtepos, welche einen in sämtliche Emotionslagen führen werden. Manilla Road sind auch hier mehr als nur Heavy Metal, sie machen Musik, große Musik, die aber immer den Geist des Stahls atmet. Wer vor 20 Jahren Werke wie “The Deluge” und “Open the Gates” genial gefunden hat, den wird “Playground of the damned” wieder umhauen. Muss man haben.
F. Ett
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Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 10615 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, MANILLA ROAD