Ich kann mich an ein Review zu dieser Scheibe von 1990 erinnern, danach verschwand die Band aus meinem Blickfeld und wirklich gehört hab ich ihre Musik auch jetzt zum ersten Mal. Ich höre einen meist mittelschnellen, stampfenden und sehr rohen Metal, der Powermetal, Thrashmetal, Doom und alten rockenden Heavy Metal vereint, dabei aber wesentlich brutaler und infernalischer wirkt. Die Stimme des Sängers ist unheimlich dreckig und wüst, wobei der gute Mann tatsächlich singt. Das Schlagzeug peitscht förmlich mit wuchtigem Nachhall und die Gitarren haben einen bösen, sägenden Klang. Die Produktion ist rau und untergrundig, liegt abseits der aktuellen Digitalstandards, sorgt aber dafür, dass die schiere Kraft der Darbietung trotz der allgemein niedrigen Fortbewegungsgeschwindigkeit der Songs Dich wie eine Dampfwalze in Grund und Boden drischt. Ich kann nicht behaupten, in meinem Leben viele solche Platten gehört zu haben, aber das hier ist fantastisch, auch wenn alles hier wirklich roh ist, das Spiel, der Gesang, die Melodien. Die Songs brodeln mehr oder minder aus den Boxen wie rot glühende Lava, der derbe Gesang gibt der Musik einen morbiden Ausdruck und die dunklen Melodiebögen verzerren Dein Blickfeld, lassen Dich überall Dämonen erkennen. HELLHAMMER, AMEBIX, die kultigen ROBESPIERRE aus England, DELIVERANCE aus ENGLAND, die alten WARFARE und ähnliche Schmutzfinken der alten Garde lass ich mal als direkte Vergleiche durchgehen, wobei DEATHRAGE vollkommen eigenständig agieren und eine ganz urige mystische Atmosphäre erschaffen. Fans von 80er Protoblackmetal und Horrormetal greifen zu, weil bei aller Ruppigkeit in dieser Band eine gute Seele steckt und DEATHRAGE die wahre Essenz des Metal als Basis ihrer Musik verwenden. Räudig und geil sind ebenfalls die etwas wilderen und feurigeren Bonusstücke dieser Wiederveröffentlichung, die vom 92er Demo stammen. Viel mehr kam von DEATHRAGE leider auch nicht mehr, da hatte sich dann eine neue Trendwelle gebildet, wir kennen die 90er ja alle noch irgendwie. An der Klasse dieser herrlichen Krachmetalscheibe ändert das nichts. Wer seinen Metal blutig, aber durchaus nach traditionellen Werten geschaffen liebt, wird von DEATHRAGE umgeblasen.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
DEATHRAGE – Down in the depth of sickness CD
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Ich kann mich an ein Review zu dieser Scheibe von 1990 erinnern, danach verschwand die Band aus meinem Blickfeld und wirklich gehört hab ich ihre Musik auch jetzt zum ersten Mal. Ich höre einen meist mittelschnellen, stampfenden und sehr rohen Metal, der Powermetal, Thrashmetal, Doom und alten rockenden Heavy Metal vereint, dabei aber wesentlich brutaler und infernalischer wirkt. Die Stimme des Sängers ist unheimlich dreckig und wüst, wobei der gute Mann tatsächlich singt. Das Schlagzeug peitscht förmlich mit wuchtigem Nachhall und die Gitarren haben einen bösen, sägenden Klang. Die Produktion ist rau und untergrundig, liegt abseits der aktuellen Digitalstandards, sorgt aber dafür, dass die schiere Kraft der Darbietung trotz der allgemein niedrigen Fortbewegungsgeschwindigkeit der Songs Dich wie eine Dampfwalze in Grund und Boden drischt. Ich kann nicht behaupten, in meinem Leben viele solche Platten gehört zu haben, aber das hier ist fantastisch, auch wenn alles hier wirklich roh ist, das Spiel, der Gesang, die Melodien. Die Songs brodeln mehr oder minder aus den Boxen wie rot glühende Lava, der derbe Gesang gibt der Musik einen morbiden Ausdruck und die dunklen Melodiebögen verzerren Dein Blickfeld, lassen Dich überall Dämonen erkennen. HELLHAMMER, AMEBIX, die kultigen ROBESPIERRE aus England, DELIVERANCE aus ENGLAND, die alten WARFARE und ähnliche Schmutzfinken der alten Garde lass ich mal als direkte Vergleiche durchgehen, wobei DEATHRAGE vollkommen eigenständig agieren und eine ganz urige mystische Atmosphäre erschaffen. Fans von 80er Protoblackmetal und Horrormetal greifen zu, weil bei aller Ruppigkeit in dieser Band eine gute Seele steckt und DEATHRAGE die wahre Essenz des Metal als Basis ihrer Musik verwenden. Räudig und geil sind ebenfalls die etwas wilderen und feurigeren Bonusstücke dieser Wiederveröffentlichung, die vom 92er Demo stammen. Viel mehr kam von DEATHRAGE leider auch nicht mehr, da hatte sich dann eine neue Trendwelle gebildet, wir kennen die 90er ja alle noch irgendwie. An der Klasse dieser herrlichen Krachmetalscheibe ändert das nichts. Wer seinen Metal blutig, aber durchaus nach traditionellen Werten geschaffen liebt, wird von DEATHRAGE umgeblasen.
Sir Lord Doom
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Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 11563 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, DEATHRAGE