Glyder sind eine irische Band, die schon auf dem in Eigenregie erschienenen Debütalbum von Chris Tsangarides, einer Produzentenlegende, klangtechnisch würdig in Szene gesetzt wurde. Nun steht die zweite Scheibe an. Und was soll ich sagen, ihrem orthodoxen Hardrocksound haben sie nicht abgeschworen. Erdig und kraftvoll kommen die Riffs aus den Boxen gegroovt, hier und da von feurigen Soli flankiert. Auf ihnen reitet der Gesang, angesiedelt im unteren Mittelbereich, angerauht, emotionsgeladen und charismatisch. Der Opener heißt nur „Gambler’s blues“, ist aber ein treibender Heavyrocker, genau wie das drauffolgende „Sweets“, welches eine coole statt einer süßen Hauptmelodie und schöne 70s Gitarrenhardrockläufe offeriert. Die Vergleiche mit Thin Lizzy kann sind mal mehr, mal weniger deutlich, obschon der Gesang allzeit sehr viel „Soul“ hat. Die 70er jedoch sind ganz eindeutig musikalisches Wurzeljahrzehnt für Glyder. Was in Irland Rang und Namen hatte, wurde auch gleich verwurstet. So sind Thin Lizzy zwar klar dabei, aber nicht allein. Rory Gallagher mit Taste, andererseits auch viel NwoBHM der gemässigteren Art. Obgleich Glyder nicht immer so gemässigt sind, die Jungs können gut auf die Tube drücken und geben gerade bei den Soli oft richtig gut Gas. „Puppet Queen“ ist ein origineller Rocksong. In der Strophe höre ich einen leichten Polkaeinschlag bei den Rhythmen heraus, vielleicht träume ich aber auch nur. Die Riffs gehen gut ins Ohr und verbreiten eine angenehme, entspannt fröhliche Stimmung, ohne nun aber aufgesetzt zu wirken. Erinnert mich in den härteren Passagen an Songs der ersten Riot „Rock City“, „This is what I get loving youhuhuhuhuuuuuu“, Kenner werden wissen, was ich meine. Aber cool! Verdammt cool. Wird in den einschlägigen Metalschmiergazetten wieder miese Kritiken einfahren, weil es einfach unmoderne Musik ist, aber unmodern bei Glyder bedeutet ZEITLOS. Die Band spielt wie der Teufel, der Sound ist ebenso transparent wie druckvoll und lebendig. Die Songs haben Charakter, statt nur einer typischen Kompositionsformel zu folgen. Das nenne ich inspiriertes Musizieren. Glyder sind nicht immer extrem heavy, so sind beim Titelsong der Scheibe einige zurückhaltende, leicht düstere Strophenpassagen zu vernehmen, bevor der kraftvolle, melancholisch wirkende Refrain einsetzt. Tolle Leadgitarren und eigenwillige Riffs runden das Stück ab. Klasse! Angesichts von hunderten langweiligen AOR Scheiben und Kopistenbands, die uns wöchentlich belästigen, ist das hier eine zwar sehr traditionelle, progressionsfreie, aber dennoch spannende Angelegenheit. Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
GLYDER – Playground for life CD
10,50 €
inkl. 19 % MwSt. zzgl. Versandkosten
Glyder sind eine irische Band, die schon auf dem in Eigenregie erschienenen Debütalbum von Chris Tsangarides, einer Produzentenlegende, klangtechnisch würdig in Szene gesetzt wurde. Nun steht die zweite Scheibe an. Und was soll ich sagen, ihrem orthodoxen Hardrocksound haben sie nicht abgeschworen. Erdig und kraftvoll kommen die Riffs aus den Boxen gegroovt, hier und da von feurigen Soli flankiert. Auf ihnen reitet der Gesang, angesiedelt im unteren Mittelbereich, angerauht, emotionsgeladen und charismatisch. Der Opener heißt nur „Gambler’s blues“, ist aber ein treibender Heavyrocker, genau wie das drauffolgende „Sweets“, welches eine coole statt einer süßen Hauptmelodie und schöne 70s Gitarrenhardrockläufe offeriert. Die Vergleiche mit Thin Lizzy kann sind mal mehr, mal weniger deutlich, obschon der Gesang allzeit sehr viel „Soul“ hat. Die 70er jedoch sind ganz eindeutig musikalisches Wurzeljahrzehnt für Glyder. Was in Irland Rang und Namen hatte, wurde auch gleich verwurstet. So sind Thin Lizzy zwar klar dabei, aber nicht allein. Rory Gallagher mit Taste, andererseits auch viel NwoBHM der gemässigteren Art. Obgleich Glyder nicht immer so gemässigt sind, die Jungs können gut auf die Tube drücken und geben gerade bei den Soli oft richtig gut Gas. „Puppet Queen“ ist ein origineller Rocksong. In der Strophe höre ich einen leichten Polkaeinschlag bei den Rhythmen heraus, vielleicht träume ich aber auch nur. Die Riffs gehen gut ins Ohr und verbreiten eine angenehme, entspannt fröhliche Stimmung, ohne nun aber aufgesetzt zu wirken. Erinnert mich in den härteren Passagen an Songs der ersten Riot „Rock City“, „This is what I get loving youhuhuhuhuuuuuu“, Kenner werden wissen, was ich meine. Aber cool! Verdammt cool. Wird in den einschlägigen Metalschmiergazetten wieder miese Kritiken einfahren, weil es einfach unmoderne Musik ist, aber unmodern bei Glyder bedeutet ZEITLOS. Die Band spielt wie der Teufel, der Sound ist ebenso transparent wie druckvoll und lebendig. Die Songs haben Charakter, statt nur einer typischen Kompositionsformel zu folgen. Das nenne ich inspiriertes Musizieren. Glyder sind nicht immer extrem heavy, so sind beim Titelsong der Scheibe einige zurückhaltende, leicht düstere Strophenpassagen zu vernehmen, bevor der kraftvolle, melancholisch wirkende Refrain einsetzt. Tolle Leadgitarren und eigenwillige Riffs runden das Stück ab. Klasse! Angesichts von hunderten langweiligen AOR Scheiben und Kopistenbands, die uns wöchentlich belästigen, ist das hier eine zwar sehr traditionelle, progressionsfreie, aber dennoch spannende Angelegenheit. Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 11521 Kategorien: Compact Discs, Eigenpressung Schlagwörter: CD, GLYDER