{"id":145987,"date":"2009-02-10T13:08:19","date_gmt":"2009-02-10T12:08:19","guid":{"rendered":"http:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/shop\/unkategorisiert\/the-fractured-dimension-towards-the-mysterium-cd\/"},"modified":"2009-02-10T13:08:19","modified_gmt":"2009-02-10T12:08:19","slug":"the-fractured-dimension-towards-the-mysterium-cd","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/shop\/compactdiscs\/the-fractured-dimension-towards-the-mysterium-cd\/","title":{"rendered":"THE FRACTURED DIMENSION &#8211; Towards the mysterium      CD"},"content":{"rendered":"<p>CD<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich dachte immer, Ron Jarzombek w&auml;re der Meister f&uuml;r verr&uuml;ckte Instrumentalalben, aber es gibt wohl noch andere. Nun, bei einem Blick auf die Gastmusikerliste sticht sein Name dennoch heraus, obschon er eigentlich nicht pr&auml;gend ist. Diese Band hat es in sich, verdammt. Dominiert wird die Scheibe von dem aus Bassist, Pianist \/ Keyboarder und Drummer bestehenden Grundtrio, zu welchem dann die G&auml;ste an Gitarre, Saxophon, Trompete und Geige hinzutreten. Das Preludium lassen wir mal weg, der zweite Track ist ein sehr wildes, verspieltes St&uuml;ck mit einigen Hinwendungen zu klassischen und romantischen Themen der Leadgitarre, vielen dunklen, majest&auml;tischen L&auml;ufen und einigen verdrehteren Abfahrten. &bdquo;Prism 1: Reflection&ldquo;. Der zweite Teil mit dem Untertitel &bdquo;Refraction&ldquo; folgt auf dem Fu&szlig;e und ist eine dunkle, mystische Nummer, getragen von Trompete und Saxophon, die ein orientalisches, eventuell &auml;gyptisches Flair offenbart. Darunter spielt der Bass warme, melodische Sph&auml;ren, d&uuml;stere Harmonien oder verr&uuml;ckte, aber nicht zu aufdringliche Wirbel. Hier kommt zum ersten Mal ein Jazz \/ Fusion Feeling auf, wie es der gute Miles Davis nicht besser h&auml;tte inszenieren k\u00f6nnen. Zum Ende hin wird es freakiger. &bdquo;Fibonacci&#8217;s notebook&ldquo; nennt sich das n&auml;chste St&uuml;ck Irrwitz. Herr Fibonacci war ein Mathematiker und wurde u.a. im &bdquo;Da Vinci Code&ldquo; Film f&uuml;r ein R&auml;tsel herangezogen. Diese Nummer an sich ist ein Zwiegespr&auml;ch von Synthesizer und jazziger, aber verzerrter Leadgitarre &uuml;ber sanft dahinschwebenden Keyboardsph&auml;ren. Ein paar wundersch\u00f6ne Melodien tauchen auf, obschon die beiden Leadinstrumentalisten sich auch ordentlich duellieren. Heavy Metal ist das nicht, Progrock nurmehr am Rande. Jedoch ist es unheimlich spannend und eindringlich, es saugt Deine Seele f\u00f6rmlich in sich auf. &bdquo;Strangeness&ldquo; hei&szlig;t der f&uuml;nfte Song und er ist sperrig, verdreht, mit wilden Pianol&auml;ufen und abgedrehten Gitarrensoli im weiteren Verlauf. Trotzdem k\u00f6nnen die Musiker auch anders und schaffen ein paar Momente inneren Friedens. Bei knapp drei Minuten und vierzig Sekunden Spielzeit sind das aber wirklich nur wenige Momente. Herausragend ist das Schlagzeug, welches sich nicht nur den Pianol&auml;ufen anpasst, sondern sich oft mit ihnen zu necken scheint. &bdquo;The mathematics of divinity&ldquo; besteht aus einer und einer dreiviertel Minute perlender Pianoattacken in einem Sound wie von einer Grammophonplatte, inklusive Knacken, Rauschen und Knistern. Das sorgt allerdings f&uuml;r eine sehr geheimnisvolle Stimmung. Bei dieser Musik entstehen in der Tat Bilder im Kopf. Etwas l&auml;nger ist nun &bdquo;Out of the summer sky&ldquo;, welches wiederum im Anfang eine dramatische, kochende Atmosph&auml;re allein mit Bass, Schlagzeug und Keyboards aufbaut, dann immer verdrehter Scheint, aber als Summe aller L&auml;ufe kleine Melodienperlen mit sich tr&auml;gt. Hier schl&auml;gt der Freejazz mit rohester H&auml;rte zu, auch wenn nicht getr\u00f6tet wird. Furiose E Gitarren setzen ein und s&auml;beln Dich weg. Dann auf einmal Arpeggiol&auml;ufe im besten Melodicmetalstil &uuml;ber hackenden Keyboardchembalos, eine gewisse Eing&auml;ngigkeit beginnt sich breitzumachen, die Melodief&uuml;hrung ist eigenwillig, bricht zusammen und macht wieder spr\u00f6den, sperrigen Eruptionen Platz. Um das hier zu m\u00f6gen, braucht man ein dickes Fell, aber nach Coltrane und seiner &bdquo;Interstellar space&ldquo; Geschichte kratzt einen ja nichts mehr. Wieder kommen &uuml;ber wildesten technischen L&auml;ufen romantisch anmutende Leadgitarrenmelodien rein, dann klassisch inspirierte Keyboardfanfaren euphorischerer Natur. Die Musik erf&uuml;llt inzwischen den gesamten Raum, Deine Seele, einfach alles. &bdquo;Worshipping Slonimsky in a ravellian mood&ldquo; ist nun angesagt, Sanfte E Gitarren, etwas Bass, ein absolut dezenter Keyboardteppich ganz weit fort und eine bet\u00f6rende Melodie, dunkel, warm, voller Liebe und Melancholie. Das eine schlie&szlig;t das andere nicht immer aus. Zu kurz, verdammt, viel zu kurz. Aus dem sch\u00f6nen Traum wird man bei den &bdquo;Piano improv Take One&ldquo; wieder herausgerissen. Obschon hier eher die Rhythmen wild und verdreht sind, die Synthesizersoli aber gut kommen und oft mitrei&szlig;ende Harmonien bringen. Es geht aber auch so, dass Bass, Schlagzeug und Piano sich an klassischen L&auml;ufen sch&auml;dlich halten und gleichzeitig in eine hitzige Diskussion verfallen scheinen. Ein Spacepart l\u00f6st das ganze ab, dann wieder wilde Leadgitarre vom Gastmusiker &uuml;ber hektischen Abfolgen. Hektisch, das ist f&uuml;r die Rhythmusgruppe ja die richtige Bezeichnung. Dass dann noch jeder Schlag, jede Note an dem vorgesehenen Platz sitzen, zeugt von verdammt gro&szlig;em K\u00f6nnen. &bdquo;Falling down stairs&ldquo; l&auml;sst schlimmes vermuten. Aber nein, ein sch\u00f6nes klassisches Piano er\u00f6ffnet mit feurigen Ritten &uuml;ber die Tasten das kurze Werk und wird auch nicht wieder abgel\u00f6st. Die Melodie ist hier wiederum dunkel und gewaltig, als z\u00f6ge eine bedrohliche Sturmfront am Horizont auf. Im ebenfalls kurzen &bdquo;Despair&ldquo; entl&auml;dt sich diese Sturmfront dann, Keyboards, Bass und Schlagzeug donnern, blitzen und dreschen zun&auml;chst wild drauflos, ordnen sich dann aber und finden einen Weg. Diese Eruption mag alles symbolisieren, nur keine Hoffnungslosigkeit. Auf &bdquo;Fractured are the nine principals&ldquo; lamentiert das Altsaxophon &uuml;ber grummeligem Hintergrund und dezenten Gitarrenmelodien mit jazzig &ndash; psychedelischem Ausdruck. Ein sehr spaciges St&uuml;ck, welches direkten Bezug zu den sp&auml;ten Sechzigern und fr&uuml;hen Siebzigern nimmt. Ich versuche, die Trompete zu entdecken, ich bin mir nicht sicher. Es ist ein ebenso ruhiges, wie auch bedrohliches Werk. Klassisch angehaucht ist dann &bdquo;Slendro: An improv for Lane&ldquo;, gut &uuml;ber sechs Minuten lang, wieder mit den abgedrehten Schlagzeugspuren und schwebenden, oft perlenden Tastenangriffen. Der Bass groovt unauff&auml;llig dazwischen herum, aber ohne ihn w&uuml;rde das St&uuml;ck zusammenbrechen. Ja, das Schlagzeug, sehr ungew\u00f6hnliches Spiel, Jazz, Frickelmetal ohne Klischees und Orchesterpercussion werden gekonnt vereint. Ich kann dieses Projekt nicht einfach in eine Schublade stecken, hierin ist ebenso viel Jazz und Freejazz, Fusion, Progrock und technoider, aber keinesfalls seelenloser Mathmetal, sowie klassische Musik enthalten, gerne von eher verr&uuml;ckten Komponisten wie Bartok inspiriert, gerne aber auch symphonisch und fanfarenhaft melodisch. Es ist eine Musik f&uuml;r wagemutige Phreaks, die ich eher im Bereich des modernen Kammerrocks, der R.I.O. \/ Avant Garde Bewegung und am Rande der Progressiverockszene suchen w&uuml;rde. &bdquo;Reiteration and extemporaneous noodling&ldquo; treibt die Scheibe dann weiter. Synthesizer, wilde, rituelle Percussionspielereien auf Tabladrums, ein wenig Bass im Hintergrund, eine orientalisch &ndash; mystische, zugleich Atmosph&auml;re entsteht, als blicke man direkt vom Kopf einer Pyramide tief ins All und lie&szlig;e seine Seele aus dem K\u00f6rper dorthin reisen. &bdquo;Preparatory action&ldquo; ist der kommende Gitarrenausbruch, begleitet von gleichsam durchdrehenden Keyboards, Drums und Bassl&auml;ufen. Fast sechs Minuten donnert und blitzt es um uns herum, dass wir ob solch eines wahrhaftigen Trommelfeuers um Gnade winseln m\u00f6chten, doch die faszinierende Melodik des St&uuml;ckes h&auml;lt uns aufrecht im Inferno. Auf einmal, in einer eher spacigeren Passage kommen bes&auml;nftigende T\u00f6ne von der Trompete. Miles Davis scheint hier Einfluss gewesen zu sein, denn das Spiel des Trompeters ist nicht so sehr auf ein Notenbombardement aufgebaut, sondern bringt den einzelnen Ton mehr zur Geltung. Die Trompete setzt dann allerdings im hinteren Teil zu einem Solopart an, der es in sich hat. Wie aus einem tiefen H\u00f6llenschlund, so quietscht sie zu uns herauf, als h&auml;tten Miles und &bdquo;Trane&ldquo; einfach mal die Instrumente getauscht. &bdquo;Lecture&ldquo; an Stelle 16 ist dann im Anfang ein d&uuml;ster avant &ndash; gardistisches Durcheinander, ein experimentelles Soundgebilde, welches mich an die Franzosen SHUB NIGGURATH erinnert. Sinister, morbide, wie ein Vordringen in das Innerste einer denkenden Maschine, dabei immer auf akustischen Instrumenten gespielt. Hier scheinen die drei Hauptprotagonisten vollends den Verstand eingeb&uuml;sst zu haben und pr&auml;sentieren doch eines der absoluten Highlights auf dem Album. Gerade das Pianospiel ist beeindruckend. Ein wenig hat das auch was von den Experimenten der alten PINK FLOYD, aber nur rudiment&auml;r, denn die Briten waren doch auch 1967 im LSD Rausch zahmer. Ein unbetitelter f&uuml;nfmin&uuml;tiger Track beschlie&szlig;t das Album dann. Eine Art Jam scheint es zu sein, in dem man immer wieder Passagen aus vorherigen Nummern zu erkennen scheint. Die Musiker lassen diesen Trip noch einmal Revue passieren. Das St&uuml;ck ist hypnotisch und sehr schr&auml;g in manchen Teilen, aber angenehm schr&auml;g, angenehm laut und angenehm anders. Hier spielt der Fiedler eine Rolle, entfesselt, ungebremst, wie besessen musiziert er spacig &uuml;ber einer r&uuml;ckw&auml;rts laufenden Klangschleife. Ich kann diese CD allen Leuten empfehlen, die auf Ron Jarzombeks Soloeskapaden stehen, die sich von SHUB NIGGURATH und UNIVERS ZERO bestens bedient f&uuml;hlen und denen eine erst krude anmutende, aber sehr packende Mischung aus Miles Davis, John Coltrane, MESHUGGAH ohne Gitarrenattacken und Gebr&uuml;ll, sowie oben genannten Avant Garde Acts angenehm am Verstand s&auml;gt.<br \/>Sir Lord Doom<\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n","protected":false},"featured_media":145988,"template":"","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_seopress_robots_follow":"","_seopress_robots_imageindex":"","_seopress_robots_snippet":"","_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_robots_breadcrumbs":"","_seopress_robots_freeze_modified_date":"","_seopress_robots_custom_modified_date":"","_seopress_robots_canonical":"","_seopress_social_fb_title":"","_seopress_social_fb_desc":"","_seopress_social_fb_img":"","_seopress_social_fb_img_attachment_id":0,"_seopress_social_fb_img_width":0,"_seopress_social_fb_img_height":0,"_seopress_social_twitter_title":"","_seopress_social_twitter_desc":"","_seopress_social_twitter_img":"","_seopress_social_twitter_img_attachment_id":0,"_seopress_social_twitter_img_width":0,"_seopress_social_twitter_img_height":0,"_seopress_redirections_value":"","_seopress_redirections_enabled":"","_seopress_redirections_enabled_regex":"","_seopress_redirections_logged_status":"","_seopress_redirections_param":"","_seopress_redirections_type":0,"_seopress_analysis_target_kw":""},"product_brand":[],"product_cat":[355,340],"product_tag":[344,1486],"class_list":["post-145987","product","type-product","status-publish","has-post-thumbnail","product_cat-compactdiscs","product_cat-eigenpressung","product_tag-cd","product_tag-the-fractured-dimension","product_shipping_class-httpdemo-qxite-deshoppowp-adminadmin-phppagewc-settingstabshippinginstance_id18","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author","","first","instock","taxable","shipping-taxable","purchasable","product-type-simple"],"builder_content":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/product\/145987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/media\/145988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=145987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=145987"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=145987"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.qxite.de\/shoppo\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=145987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}