Epicmetal mit deutlichem Doomeinschlag aus deutschen Landen. Nach ihrer Split EP mit Vestal Claret, bei beiden Bands sang Upwards of Endtime Shouter Phil Swanson, hat sich der gute Herr Trummer von Atlantean Kodex mit einem ursprünglich vom Thrash herrührenden, massivst begabten Sänger verstärkt und eine schwerst hypnotische EP eingeknüppelt, dem Titel nach ein Demo. Dieses jedoch ist fett vom Sound, fett vom Songwriting, fett von der überwältigenden Atmosphäre her. Die Soli sind die bodenständigsten Elemente des Gitarrenspiels, sie rocken, werden mit einer absolut natürlichen Coolness runtergezockt. Die Riffs pflügen mit immenser Wucht alles in ihrem Wege unter. Neben den mittelschnellen Passagen gibt es wieder und wieder sehr erhabene, majestätisch dahinwalzende Doomeinlagen, wohlgemerkt sind wir noch beim ersten Song. Im Epicmetal, die Genrebezeichnung drückt es schon aus, wird die Kunst des Longtracks konserviert, gepflegt, mit neuer Kraft aufgefrischt. Die Gesangsmelodien, gerade in den ruhigen Augenblicken, sind überirdisch. Und so ist es nicht verwunderlich, daß der eine Song in monumentaler Erhabenheit aufhört und der nächste gleich so weiterdahinschwebt, durch den bleischweren Rhythmus immer am Boden verankert. Atlantean Kodex legen Wert auf nachvollziehbare Strukturen, auch oder gerade in längeren Stücken. Sie lassen viel geschehen, türmen große und noch größere Riffs, Leads und Gitarrenharmonien aufeinander, fügen irrsinnige Refrains und aufpeitschende Strophen ein. Das ist an kompositorischer Macht nicht mehr zu übertreffen. Oder doch? Nun, Herr Trummer ist kein Mensch, der sein Pulver gleich nach einer Split EP und einer MCD verschossen haben wird. Nach dem mitreißenden zweiten Song macht man einen auf traditionell. Genau, ein episch – folkiger Gesangspart mit Windunterlage regiert die Szenerie, dann werden langsam Keyboards und sanfte Gitarrenläufe reingedreht, verschwinden aber nach kurzer Zeit wieder. Und dann rummst es gewaltig! Das schon von der EP bekannte “The hidden folk” wird mit manischer Hingabe und neuem Gesang aus den Boxen gedonnert, nicht schnell, nicht prügelig, aber umso intensiver. Welch grandioser Abschluß eines musikalischen Feuerwerks. Spielerisch ist man erstklassig, ich muß es wohl nicht wiederholen, dabei hat man Feeling bis zum Speihen, pardon. Man gibt sich konsequent europäisch, saugt viele Elemente traditioneller Musik aus dem nordischen und auch aus dem keltischen Raum auf, schmilzt sie regelrecht in die metallischen Strukturen hinein und erschafft eventuell keine neue Form der Rockmusik, aber dennoch einprägsame, spannend aufgebaute Songs, nein, Hymnen, Oden an die Götter. Bands wie Atlantean Kodex oder die vergleichbaren englischen Solstice haben nun in den letzten 15 Jahren die Rockmusik zum bisher weitest vom ursprünglichen Blues entfernten Punkt geführt. Eventuell haben Bathory schon vorher damit begonnen. Die neue Epicmetalszenerie wird uns sicherlich noch einige Kracher besorgen, drum lasst uns zu Odin beten, daß er die Herren Musiker mit Inspiration segne.
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
ATLANTEAN KODEX – The pnakotic demos + 4 bonus tracks – 70 min, rerelease CD
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Epicmetal mit deutlichem Doomeinschlag aus deutschen Landen. Nach ihrer Split EP mit Vestal Claret, bei beiden Bands sang Upwards of Endtime Shouter Phil Swanson, hat sich der gute Herr Trummer von Atlantean Kodex mit einem ursprünglich vom Thrash herrührenden, massivst begabten Sänger verstärkt und eine schwerst hypnotische EP eingeknüppelt, dem Titel nach ein Demo. Dieses jedoch ist fett vom Sound, fett vom Songwriting, fett von der überwältigenden Atmosphäre her. Die Soli sind die bodenständigsten Elemente des Gitarrenspiels, sie rocken, werden mit einer absolut natürlichen Coolness runtergezockt. Die Riffs pflügen mit immenser Wucht alles in ihrem Wege unter. Neben den mittelschnellen Passagen gibt es wieder und wieder sehr erhabene, majestätisch dahinwalzende Doomeinlagen, wohlgemerkt sind wir noch beim ersten Song. Im Epicmetal, die Genrebezeichnung drückt es schon aus, wird die Kunst des Longtracks konserviert, gepflegt, mit neuer Kraft aufgefrischt. Die Gesangsmelodien, gerade in den ruhigen Augenblicken, sind überirdisch. Und so ist es nicht verwunderlich, daß der eine Song in monumentaler Erhabenheit aufhört und der nächste gleich so weiterdahinschwebt, durch den bleischweren Rhythmus immer am Boden verankert. Atlantean Kodex legen Wert auf nachvollziehbare Strukturen, auch oder gerade in längeren Stücken. Sie lassen viel geschehen, türmen große und noch größere Riffs, Leads und Gitarrenharmonien aufeinander, fügen irrsinnige Refrains und aufpeitschende Strophen ein. Das ist an kompositorischer Macht nicht mehr zu übertreffen. Oder doch? Nun, Herr Trummer ist kein Mensch, der sein Pulver gleich nach einer Split EP und einer MCD verschossen haben wird. Nach dem mitreißenden zweiten Song macht man einen auf traditionell. Genau, ein episch – folkiger Gesangspart mit Windunterlage regiert die Szenerie, dann werden langsam Keyboards und sanfte Gitarrenläufe reingedreht, verschwinden aber nach kurzer Zeit wieder. Und dann rummst es gewaltig! Das schon von der EP bekannte “The hidden folk” wird mit manischer Hingabe und neuem Gesang aus den Boxen gedonnert, nicht schnell, nicht prügelig, aber umso intensiver. Welch grandioser Abschluß eines musikalischen Feuerwerks. Spielerisch ist man erstklassig, ich muß es wohl nicht wiederholen, dabei hat man Feeling bis zum Speihen, pardon. Man gibt sich konsequent europäisch, saugt viele Elemente traditioneller Musik aus dem nordischen und auch aus dem keltischen Raum auf, schmilzt sie regelrecht in die metallischen Strukturen hinein und erschafft eventuell keine neue Form der Rockmusik, aber dennoch einprägsame, spannend aufgebaute Songs, nein, Hymnen, Oden an die Götter. Bands wie Atlantean Kodex oder die vergleichbaren englischen Solstice haben nun in den letzten 15 Jahren die Rockmusik zum bisher weitest vom ursprünglichen Blues entfernten Punkt geführt. Eventuell haben Bathory schon vorher damit begonnen. Die neue Epicmetalszenerie wird uns sicherlich noch einige Kracher besorgen, drum lasst uns zu Odin beten, daß er die Herren Musiker mit Inspiration segne.
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E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 14618 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, ATLANTEAN KODEX