So, so, langsam schließen sich auch die letzten Lücken im Bereich des kultigen Eurometals der 80er. Willkommen auf CD…MARTYR! Diese Holländer hatten eine Mini LP und eine volle LP draußen, letztere mit einem abscheulich aussagelosen Cover, dafür aber umso besserer Musik. Heavy Metal durch und durch, hochmelodischer Gesang, dessen Harmonien jedoch nur so vor Emotionen und Magie strotzten, statt sich in Belanglosigkeiten zu ergehen, kraftvolle Riffs und treibende, gerne dabei aber auch verspielt scheinende Rhythmen. Geradlinig war das Material, doch hörte man genau hin, so offenbahrte sich eine nicht unerhebliche Komplexität, gerade bei einem 9 Minuten Epos wie “Unknown Forces”, in dem trotz des gemässigten Härtegrades (es war eben Heavy Metal, der auch noch hart zu rocken wußte, kein POWERMETAL) eine Menge passiert, viele ineinander übergreifende Riffs, Gitarrenmelodien, tolle Leads und packende Soli. Das alles wird von der soliden, zwar unauffälligen, aber doch sehr emotionsgeladenen Rhythmusarbeit zusammengehalten. Gerard Vergouw thront hierauf mit seiner mittelhohen bis hohen, sehr vollmundigen Stimme. Dieses volle Album war etwas geschliffener als die vorherige, noch rauere EP, dennoch aber von vorne bis hinten angefüllt mit richtig feinen Heavy Metal Stücken, die sich mit jedem Hördurchlauf tiefer in die Seele des geneigten Fans einbrannten. Auch wenn man nicht ganz an Emerald und Angus herankam, auf einer Linie mit Vortex oder Allied Forces stand man und kämpfte behende für den echten Heavy Metal. Die Bonusstücke sind dann eher hardrockig, wissen dennoch zu treiben und Spaß zu bereiten, aber das Album an sich, die 8 eigentlichen Songs der Scheibe, die stehen solide gegen den stetig nagenden Zahn der Zeit an und drohen kraftvoll mit den stählernen Fäusten. Spielerisch konnte man den Jungs doch Potential bescheinigen, klangtechnisch gab es damals nichts zu meckern und das gibt es auch heute nicht. Wie gesagt, trotz der Vielzahl schöner Melodiebögen sind die Arrangements eher komplex und verspielt, brauchen einige Momente, bis sie vollends zünden, aber das geht wohl okay so, oder? Für Hollandheavymetalfreaks ein MUSS!
High Vaultage Rerelease
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
MARTYR – Darkness at time`s edge & 7 bonustracks CD
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So, so, langsam schließen sich auch die letzten Lücken im Bereich des kultigen Eurometals der 80er. Willkommen auf CD…MARTYR! Diese Holländer hatten eine Mini LP und eine volle LP draußen, letztere mit einem abscheulich aussagelosen Cover, dafür aber umso besserer Musik. Heavy Metal durch und durch, hochmelodischer Gesang, dessen Harmonien jedoch nur so vor Emotionen und Magie strotzten, statt sich in Belanglosigkeiten zu ergehen, kraftvolle Riffs und treibende, gerne dabei aber auch verspielt scheinende Rhythmen. Geradlinig war das Material, doch hörte man genau hin, so offenbahrte sich eine nicht unerhebliche Komplexität, gerade bei einem 9 Minuten Epos wie “Unknown Forces”, in dem trotz des gemässigten Härtegrades (es war eben Heavy Metal, der auch noch hart zu rocken wußte, kein POWERMETAL) eine Menge passiert, viele ineinander übergreifende Riffs, Gitarrenmelodien, tolle Leads und packende Soli. Das alles wird von der soliden, zwar unauffälligen, aber doch sehr emotionsgeladenen Rhythmusarbeit zusammengehalten. Gerard Vergouw thront hierauf mit seiner mittelhohen bis hohen, sehr vollmundigen Stimme. Dieses volle Album war etwas geschliffener als die vorherige, noch rauere EP, dennoch aber von vorne bis hinten angefüllt mit richtig feinen Heavy Metal Stücken, die sich mit jedem Hördurchlauf tiefer in die Seele des geneigten Fans einbrannten. Auch wenn man nicht ganz an Emerald und Angus herankam, auf einer Linie mit Vortex oder Allied Forces stand man und kämpfte behende für den echten Heavy Metal. Die Bonusstücke sind dann eher hardrockig, wissen dennoch zu treiben und Spaß zu bereiten, aber das Album an sich, die 8 eigentlichen Songs der Scheibe, die stehen solide gegen den stetig nagenden Zahn der Zeit an und drohen kraftvoll mit den stählernen Fäusten. Spielerisch konnte man den Jungs doch Potential bescheinigen, klangtechnisch gab es damals nichts zu meckern und das gibt es auch heute nicht. Wie gesagt, trotz der Vielzahl schöner Melodiebögen sind die Arrangements eher komplex und verspielt, brauchen einige Momente, bis sie vollends zünden, aber das geht wohl okay so, oder? Für Hollandheavymetalfreaks ein MUSS!
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Name: Jürgen Hegewald
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E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 18542 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: MARTYR, CD