Schon das Debüt war hervorragender Metal in der Schnittmenge aus Labyrinth, Stratovarious und einigen Gothicmetalanleihen, wobei vorallem Sängerin Tarja mit ihrem opernhaftem Gesang zu begeistern wußte. Nun steht das Follow Up im Laden und wieder laufen mir eiskalte Schauer den Rücken hinunter. Man scheint sich technisch noch gesteigert zu haben und hat ein paar Melodien für die Ewigkeit festgehalten. Instrumental ist man nicht weit von den eingängigen Hymnensounds der großen Bombastmetaller unserer Zeit entfernt, doch diese Stimme, das ist das letzte Quentchen Wahnsinn, das eine Metal CD so besonders macht. Daneben brilliert Keyboarder Tuomas mit verrückten Läufen und Soli, die alle perfekt mit dem Gitarren / Bass / Schlagzeug – Background harmonieren. Hier wird die pure Leidenschaft für Heavy Metal gekonnt umgesetzt. Nightwish lassen mich wieder all die cleanen Italiener und ihre Gefolgsbands vergessen, Nightwish sind erhabener, origineller, obgleich sie denselben Stil spielen, nur daß sie beim Songwriting nicht den irgendwie ausgelatschten Melopomppfaden folgen, sondern um ein Vielfaches tiefgründiger agieren. Ich sehe schon Timo Tolkki vor Neid erblassen! Und das ist kein Joke! Dieses Mal hat Tuomas auch seinen Mund gehalten, die wenigen männlichen Gesangsparts werden von einem sehr finster klingenden Gastsänger übernommen. Das war mein persönlicher Kritikpunkt auf der ersten CD, hier kommt er nicht mehr zum Tragen. Technisch sind die Burschen und ihre bezaubernde (in allen Belangen) Sängerin absolute Meister des Metals. Und Metal ist es, auch wenn der Bombastanteil sich eher noch ein wenig erhöht hat, er erdrückt die Gitarren nicht mit unsinnigem Schwulst, sondern gibt ihnen gerade ihre durchschlagende Wirkung, was allerdings auch zum großen Teil am hervorragenden Powersound liegt, auf den so manche Majorkapelle stolz wäre. Nightwish haben kaum Bezugspunkte zum 80s Metal, nur das Grundgerüst, auf dem sie ihre Visionen in Musik umsetzen ist noch traditionsgeprägt, obgleich sie eigentlich alle Heavy Metal Fans ansprechen sollten ( nur die nicht, die die Bezeichnung „Heavy Metal“ mißinterpretieren). Mit „Swanheart“ ist ein Song der Amrke Überballade vertreten, welcher einen Musicaltouch („Cats“ fällt mir als Vergleich ein, die dortigen Balladen hatten auch diese tiefsinnige und emotionale Melodieführung) aufweist. Die Traurigkeit der Melodie wird im späteren Verlauf des Stückes mit dem Einsetzen der harten Gitarren noch potenziert, ich kann nicht sagen, um welchen Faktor. T – R – A – U – M – H – A – F – T! Auf dem Instrumental „Moondance“ gibt man zunächst wieder Gas, um im nächsten Moment in eine ähnlich spirituelle Tiefe wie in „Swanheart“ abzugleiten. Der dazugehörige ruhige Part mündet in eine furiose Powerpassage mit wahnwitzigen Keyboardspielereien. KILLER! KILLER! KILLER! Diese CD ist eines der Metalhighlights des ausgehenden Jahrtausends und gleichzeitig Musik für das Kommende!
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
NIGHTWISH – Oceanborn CD
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Schon das Debüt war hervorragender Metal in der Schnittmenge aus Labyrinth, Stratovarious und einigen Gothicmetalanleihen, wobei vorallem Sängerin Tarja mit ihrem opernhaftem Gesang zu begeistern wußte. Nun steht das Follow Up im Laden und wieder laufen mir eiskalte Schauer den Rücken hinunter. Man scheint sich technisch noch gesteigert zu haben und hat ein paar Melodien für die Ewigkeit festgehalten. Instrumental ist man nicht weit von den eingängigen Hymnensounds der großen Bombastmetaller unserer Zeit entfernt, doch diese Stimme, das ist das letzte Quentchen Wahnsinn, das eine Metal CD so besonders macht. Daneben brilliert Keyboarder Tuomas mit verrückten Läufen und Soli, die alle perfekt mit dem Gitarren / Bass / Schlagzeug – Background harmonieren. Hier wird die pure Leidenschaft für Heavy Metal gekonnt umgesetzt. Nightwish lassen mich wieder all die cleanen Italiener und ihre Gefolgsbands vergessen, Nightwish sind erhabener, origineller, obgleich sie denselben Stil spielen, nur daß sie beim Songwriting nicht den irgendwie ausgelatschten Melopomppfaden folgen, sondern um ein Vielfaches tiefgründiger agieren. Ich sehe schon Timo Tolkki vor Neid erblassen! Und das ist kein Joke! Dieses Mal hat Tuomas auch seinen Mund gehalten, die wenigen männlichen Gesangsparts werden von einem sehr finster klingenden Gastsänger übernommen. Das war mein persönlicher Kritikpunkt auf der ersten CD, hier kommt er nicht mehr zum Tragen. Technisch sind die Burschen und ihre bezaubernde (in allen Belangen) Sängerin absolute Meister des Metals. Und Metal ist es, auch wenn der Bombastanteil sich eher noch ein wenig erhöht hat, er erdrückt die Gitarren nicht mit unsinnigem Schwulst, sondern gibt ihnen gerade ihre durchschlagende Wirkung, was allerdings auch zum großen Teil am hervorragenden Powersound liegt, auf den so manche Majorkapelle stolz wäre. Nightwish haben kaum Bezugspunkte zum 80s Metal, nur das Grundgerüst, auf dem sie ihre Visionen in Musik umsetzen ist noch traditionsgeprägt, obgleich sie eigentlich alle Heavy Metal Fans ansprechen sollten ( nur die nicht, die die Bezeichnung „Heavy Metal“ mißinterpretieren). Mit „Swanheart“ ist ein Song der Amrke Überballade vertreten, welcher einen Musicaltouch („Cats“ fällt mir als Vergleich ein, die dortigen Balladen hatten auch diese tiefsinnige und emotionale Melodieführung) aufweist. Die Traurigkeit der Melodie wird im späteren Verlauf des Stückes mit dem Einsetzen der harten Gitarren noch potenziert, ich kann nicht sagen, um welchen Faktor. T – R – A – U – M – H – A – F – T! Auf dem Instrumental „Moondance“ gibt man zunächst wieder Gas, um im nächsten Moment in eine ähnlich spirituelle Tiefe wie in „Swanheart“ abzugleiten. Der dazugehörige ruhige Part mündet in eine furiose Powerpassage mit wahnwitzigen Keyboardspielereien. KILLER! KILLER! KILLER! Diese CD ist eines der Metalhighlights des ausgehenden Jahrtausends und gleichzeitig Musik für das Kommende!
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 13174 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, NIGHTWISH