Ach, da war doch noch wer. Ganz heimlich, still und leise hat sich diese US Doomlegende auch zu einem neuen Album zusammengefunden. John Brenner, Bert Hall und Steve Branagan haben sich 1988 zusammengefunden, vorher gab es andere Bassisten, bis 1991 zusammen aufgemuckt, dann ging erst Bert und machte Platz für Josh Hart, dann gingen Josh und John und auf dem dritten Album „Yet so far“ konnte man Dennis Cornelius (MEMORY DRIVEN, OVERSOUL) an Gitarre und Gesang und Tausendsassa Jim Hunter am Bass hören. Entsprechend progrockig im 70er Sinn kam dann der klassisch sabbathige Doom des Trios aus den Boxen. Gut auch auf der „Frozen masque“ Democompilation zu hören. Aber ich schweife gerade ab. Irgendwann gab es AGAINST NATURE mit John, Bert und Steve, dann gab es irgendwann wieder die Kult REVELATION von 1988, wobei sogar das alte, stets unveröffentlichte und dann als „Salvations answer“ neu eingespielte Debüt endlich veröffentlicht wurde. Insgesamt, die beiden Versionen des Debüts eingerechnet, sind wir also inzwischen bei sieben Alben. Das letzte davon ist 2012 erschienen, ganz heimlich still und leise. Aber so sind REVELATION nun einmal, sie machen wenig Aufhebens um sich und ihre Musik, sie spielen einfach, rein aus schierer Leidenschaft. Und da wir gerade einen komischen Retrorocktrend beobachten, den ich persönlich sogar sehr begrüße, da mir der Sound von 1966 bis 1972 im harten Rock sehr gut reinläuft, sind die nun seit ewigen Zeiten erfrischte Musik mit alter Seele spielenden REVELATION doch wie immer sehr willkommen. Ihre Songs sind nach wie vor ein eher hintergründiges Hörvergnügen, strotzen nur so vor kleinen Details, die man sich durch genaues Lauschen erhören wird. Anders als die meisten Okkultrocker mit 60er und 70er Bezug lassen REVELATION ihre Musik ganz gemächlich auf den Hörer einwirken und erfüllen nach und nach seine Seele. Das war schon auf den Vorgängeralben der Fall, worauf man eine liebenswert bodenständige und ehrliche Band einen betörenden Notenteppich knüpfend vorfand. Die Arrangements, die unter der Fassade gelegen sind, machen bei REVELATION die Größe der Songs aus. Das haben sie von der kanadischen Heldenband RUSH gelernt, die ja ebenfalls als Trio agiert und ihre Kompositionen so aufbaut, dass sie jeden Hörer in ihre unglaubliche Tiefe saugen. RUSH und BLACK SABBATH, diese Mischung konzentriert sind REVELATION. Ja, das war sehr grob gesagt, denn es ist neben den kompositorischen und stilistischen Einflüssen insbesondere die Atmosphäre jener Tage, welche die Musik der Doomster aus Baltimore bestimmt. Und REVELATION gehen sogar noch einen Schritt weiter zurück in die späten 60er. Oftmals hat ihre neue CD so einen tiefgreifend friedvollen, allumfassend liebenden und verträumten Ausdruck, obschon die E Gitarre von John Brenner beschwörend brodelt und jault. Das ist wahrlich eindrucksvoll, gerade weil diese Band mit diesem Album besonders der allseits gültigen Formel „Härter, schneller, lauter, hektischer, explosiver, spektakulärer“ entgegensteht. Adrenalin pulsieren zu spüren ist manchmal wirklich ein schönes Gefühl, aber man muss auch den Weg der Ruhe gehen, sonst verbrennt man. REVELATION sind der Schlüssel für das Tor zu eben jenem Pfad. Großes Kino!
Sir Lord Doom
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
REVELATION – Inner harbor CD
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Ach, da war doch noch wer. Ganz heimlich, still und leise hat sich diese US Doomlegende auch zu einem neuen Album zusammengefunden. John Brenner, Bert Hall und Steve Branagan haben sich 1988 zusammengefunden, vorher gab es andere Bassisten, bis 1991 zusammen aufgemuckt, dann ging erst Bert und machte Platz für Josh Hart, dann gingen Josh und John und auf dem dritten Album „Yet so far“ konnte man Dennis Cornelius (MEMORY DRIVEN, OVERSOUL) an Gitarre und Gesang und Tausendsassa Jim Hunter am Bass hören. Entsprechend progrockig im 70er Sinn kam dann der klassisch sabbathige Doom des Trios aus den Boxen. Gut auch auf der „Frozen masque“ Democompilation zu hören. Aber ich schweife gerade ab. Irgendwann gab es AGAINST NATURE mit John, Bert und Steve, dann gab es irgendwann wieder die Kult REVELATION von 1988, wobei sogar das alte, stets unveröffentlichte und dann als „Salvations answer“ neu eingespielte Debüt endlich veröffentlicht wurde. Insgesamt, die beiden Versionen des Debüts eingerechnet, sind wir also inzwischen bei sieben Alben. Das letzte davon ist 2012 erschienen, ganz heimlich still und leise. Aber so sind REVELATION nun einmal, sie machen wenig Aufhebens um sich und ihre Musik, sie spielen einfach, rein aus schierer Leidenschaft. Und da wir gerade einen komischen Retrorocktrend beobachten, den ich persönlich sogar sehr begrüße, da mir der Sound von 1966 bis 1972 im harten Rock sehr gut reinläuft, sind die nun seit ewigen Zeiten erfrischte Musik mit alter Seele spielenden REVELATION doch wie immer sehr willkommen. Ihre Songs sind nach wie vor ein eher hintergründiges Hörvergnügen, strotzen nur so vor kleinen Details, die man sich durch genaues Lauschen erhören wird. Anders als die meisten Okkultrocker mit 60er und 70er Bezug lassen REVELATION ihre Musik ganz gemächlich auf den Hörer einwirken und erfüllen nach und nach seine Seele. Das war schon auf den Vorgängeralben der Fall, worauf man eine liebenswert bodenständige und ehrliche Band einen betörenden Notenteppich knüpfend vorfand. Die Arrangements, die unter der Fassade gelegen sind, machen bei REVELATION die Größe der Songs aus. Das haben sie von der kanadischen Heldenband RUSH gelernt, die ja ebenfalls als Trio agiert und ihre Kompositionen so aufbaut, dass sie jeden Hörer in ihre unglaubliche Tiefe saugen. RUSH und BLACK SABBATH, diese Mischung konzentriert sind REVELATION. Ja, das war sehr grob gesagt, denn es ist neben den kompositorischen und stilistischen Einflüssen insbesondere die Atmosphäre jener Tage, welche die Musik der Doomster aus Baltimore bestimmt. Und REVELATION gehen sogar noch einen Schritt weiter zurück in die späten 60er. Oftmals hat ihre neue CD so einen tiefgreifend friedvollen, allumfassend liebenden und verträumten Ausdruck, obschon die E Gitarre von John Brenner beschwörend brodelt und jault. Das ist wahrlich eindrucksvoll, gerade weil diese Band mit diesem Album besonders der allseits gültigen Formel „Härter, schneller, lauter, hektischer, explosiver, spektakulärer“ entgegensteht. Adrenalin pulsieren zu spüren ist manchmal wirklich ein schönes Gefühl, aber man muss auch den Weg der Ruhe gehen, sonst verbrennt man. REVELATION sind der Schlüssel für das Tor zu eben jenem Pfad. Großes Kino!
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E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 14176 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: CD, REVELATION