Auch Rise Above halten sich nicht zurück und legen mit dem Debüt der Schweden Witchcraft einen irrwitzigen Hardrock / Doom Mix vor. Die Band hat jetzt schon Klassikerstatus und eigentlich dürfte sie gar nicht in meiner 2004er Top Ten stehen, sondern in der von meinen Lieblingsalben des Jahres 1969 oder 1970. Killer! Man hört soviel von 'back to the roots', von hochgelobten Rockbands, die dann mit ihrem steril ' dummen Digitalsound nur ein müdes Grunzen aus meinem Arsche locken können, aber Witchcraft sind anders. Es beginnt beim Sound, ein herrlich halliger, atmosphärisch ' moderiger Rawksound, der durch analoge Bandmaschinen und Liveeinspielung in einem versifften Kellerraum zustande gekommen ist und Witchcraft eben genau so präsentiert, wie sie wirklich sind. Sie kamen, sahen, spielten und siegten, jawoll, ja! Selbst stilistisch würde man nicht denken, daß Witchcraft eine brandaktuelle Truppe sind, deren Mitglieder kaum älter als fünfundzwanzig Lenze zählen, einige sogar weniger als dies. Sie sind nicht retro, versteht mich nicht falsch, sie sind eine absolut authentische Band, die genau diesen spezielle, völlig entspannten 70er Ausdruck eingefangen hat. Lebendig, absolut pur, keine Spur von emotionsabtötender Digitalität. Witchcraft sind Analogiker und stolz drauf, genau wie ich. Schon der monumentale Opener 'Witchcraft' zeigt alle Aspekte dieser Band grandios vereint. Kraftvolle, halbverzerrte Riffs, sehr einprägsame und doch tiefsinnige, eine eigenwillige Atmosphäre verbreitende Melodien, halligen Gesang in mittleren und höheren Lagen, erfüllt mit tiefsten Emotionen, ein Wechselspiel aus treibenden, mittelschnellen Parts und getragen fließenden bis schleppenden Passagen, die ein doomiges Flair verbreiten, ach ja, dazu einen guten Schuß Melancholie. Gerade bei dem ergreifenden doomigen Part, wo durch leichte Geigeneinsprengsel diese Melancholie in ihrer Intensität noch gesteigert wird, kommt die tragische Ader der Jungs so richtig gut heraus. Mit dem zuweilen recht jazzigen 'Please don't forget me' hat man zudem eine Coverversion eines alten Stonebunny Songs, welches einer der vielen ultraobskuren Vorläufer der US Doomlegende Pentagram war. Ja, man könnte fast glauben, daß Witchcraft eine Reinkarnation der 70er Pentagram wären bzw. diese Band hier selbst ihr Unwesen triebe, wobei der Gesang ein wenig anders klingt. Dieses herrliche morbide Feeling der alten Doomhelden wird nicht nur konserviert, nein, Witchcraft erfüllen es mit neuem Leben. Brillant, meine Herren. Spielerisch sind die Jungs top, über den Sound lässt sich natürlich streiten, aber so hat man Witchcraft pur, ohne Kompromisse, ohne zu aufdringlich perfekten Sound, hinter dem sich dann ganz schwache Musiker mit schwachen Kompositionen verstecken wollen (ist ja heute bei 95 % aller Bands im harten Bereich der Fall). Was will man noch mehr? Einen Song singen sie sogar in ihrer Heimatsprache, erwecken dann die Erinnerung an ihre Landsleute November, die 1970/71 ebenfalls schon sehr eigensinnigen Heavyrock spielten. Doch halt, bevor man hier Witchcraft als Kopisten abtun will, ihre Songs haben einen eigenständigen Charakter, sie sind einprägsam und sehr liebevoll arrangiert. Doom, Hardrock, Psychedelic, etwas Jazz, Progrock, alles vermengt, voilà, Witchcraft! Das ist pure Magie, das ist absolut wundervolle, inspirierende, den Geist erhebende Musik!
Sir Lord Doom
doom, Rise Above Records
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
WITCHCRAFT – Same CD
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Auch Rise Above halten sich nicht zurück und legen mit dem Debüt der Schweden Witchcraft einen irrwitzigen Hardrock / Doom Mix vor. Die Band hat jetzt schon Klassikerstatus und eigentlich dürfte sie gar nicht in meiner 2004er Top Ten stehen, sondern in der von meinen Lieblingsalben des Jahres 1969 oder 1970. Killer! Man hört soviel von 'back to the roots', von hochgelobten Rockbands, die dann mit ihrem steril ' dummen Digitalsound nur ein müdes Grunzen aus meinem Arsche locken können, aber Witchcraft sind anders. Es beginnt beim Sound, ein herrlich halliger, atmosphärisch ' moderiger Rawksound, der durch analoge Bandmaschinen und Liveeinspielung in einem versifften Kellerraum zustande gekommen ist und Witchcraft eben genau so präsentiert, wie sie wirklich sind. Sie kamen, sahen, spielten und siegten, jawoll, ja! Selbst stilistisch würde man nicht denken, daß Witchcraft eine brandaktuelle Truppe sind, deren Mitglieder kaum älter als fünfundzwanzig Lenze zählen, einige sogar weniger als dies. Sie sind nicht retro, versteht mich nicht falsch, sie sind eine absolut authentische Band, die genau diesen spezielle, völlig entspannten 70er Ausdruck eingefangen hat. Lebendig, absolut pur, keine Spur von emotionsabtötender Digitalität. Witchcraft sind Analogiker und stolz drauf, genau wie ich. Schon der monumentale Opener 'Witchcraft' zeigt alle Aspekte dieser Band grandios vereint. Kraftvolle, halbverzerrte Riffs, sehr einprägsame und doch tiefsinnige, eine eigenwillige Atmosphäre verbreitende Melodien, halligen Gesang in mittleren und höheren Lagen, erfüllt mit tiefsten Emotionen, ein Wechselspiel aus treibenden, mittelschnellen Parts und getragen fließenden bis schleppenden Passagen, die ein doomiges Flair verbreiten, ach ja, dazu einen guten Schuß Melancholie. Gerade bei dem ergreifenden doomigen Part, wo durch leichte Geigeneinsprengsel diese Melancholie in ihrer Intensität noch gesteigert wird, kommt die tragische Ader der Jungs so richtig gut heraus. Mit dem zuweilen recht jazzigen 'Please don't forget me' hat man zudem eine Coverversion eines alten Stonebunny Songs, welches einer der vielen ultraobskuren Vorläufer der US Doomlegende Pentagram war. Ja, man könnte fast glauben, daß Witchcraft eine Reinkarnation der 70er Pentagram wären bzw. diese Band hier selbst ihr Unwesen triebe, wobei der Gesang ein wenig anders klingt. Dieses herrliche morbide Feeling der alten Doomhelden wird nicht nur konserviert, nein, Witchcraft erfüllen es mit neuem Leben. Brillant, meine Herren. Spielerisch sind die Jungs top, über den Sound lässt sich natürlich streiten, aber so hat man Witchcraft pur, ohne Kompromisse, ohne zu aufdringlich perfekten Sound, hinter dem sich dann ganz schwache Musiker mit schwachen Kompositionen verstecken wollen (ist ja heute bei 95 % aller Bands im harten Bereich der Fall). Was will man noch mehr? Einen Song singen sie sogar in ihrer Heimatsprache, erwecken dann die Erinnerung an ihre Landsleute November, die 1970/71 ebenfalls schon sehr eigensinnigen Heavyrock spielten. Doch halt, bevor man hier Witchcraft als Kopisten abtun will, ihre Songs haben einen eigenständigen Charakter, sie sind einprägsam und sehr liebevoll arrangiert. Doom, Hardrock, Psychedelic, etwas Jazz, Progrock, alles vermengt, voilà, Witchcraft! Das ist pure Magie, das ist absolut wundervolle, inspirierende, den Geist erhebende Musik!
Sir Lord Doom
doom, Rise Above Records
Importeur/Verantwortlicher:
Name: Jürgen Hegewald
Anschrift: Sandberg 13, 25524 Itzehoe, Deutschland
E-Mail: order@hellionrecords.de
Artikelnummer: 18257 Kategorie: Compact Discs Schlagwörter: WITCHCRAFT, CD